Meldung

 Plattform der Fairness verlassen

Landratswahl: Leo Schrell weist Kritik zurück

 

Dillingen

 

Von Kopfschütteln bis zu heller Empörung reichte die Reaktion der Mitglieder der FW-Kreistagsfraktion bei einem Treffen auf der WIR 2010 über die Aussagen der Gegenkandidatin Merkl-Zierer zu den Krankenhausdefiziten und den Sparmaßnahmen bei der Jugendhilfe. „Ich lasse mich nicht der Lüge bezichtigen“, empörte sich Landrat Leo Schrell

und stellte eindeutig klar, dass die Aussagen von Merkl-Zierer inhaltlich falsch seien und an der Grenze zur Verleumdung lägen.
Seine Mitkonkurrentin habe noch vor wenigen Tagen bei der umfangreichen Gegenüberstellung in beiden Heimatzeitungen (Ausgabe 8. März) keine Kritik an dem Weg zum Schuldenabbau geübt und Schrells Vorgehen als richtigen Weg bezeichnet. Außerdem sei sie bei allen Abstimmungen zur Situation der Kreiskliniken dabei gewesen und habe sich nie geäußert, dass „konkrete Zahlen zur Halbierung des Defizits“ fehlen würden.
 „Heute hü und morgen hott ist keine verlässliche Kommunalpolitik“, hielt Fraktionsvorsitzender Michael Holzinger mit seiner Kritik an dem sachlich falschen Rundumschlag von Merkl-Zierer nicht hinter dem Berg, schon gar nicht, wenn man nie eigene Konzepte zum Schuldenabbau vorlegen könne. Außerdem wisse Frau Merkl-Zierer, dass in der Jugendhilfe vier neue Stellen geschaffen wurden, während im gleichen Zeitraum in der allgemeinen Verwaltung als Beitrag zum Schuldenabbau 17 Stellen eingespart worden sind.

Merkl-Zierers Äußerungen stießen auch deshalb bei der FW-Fraktion auf Unverständnis, weil der Wahlkampf der Freien Wähler bisher äußerst fair und ohne persönliche Verunglimpfungen der Gegenkandidatin abgelaufen ist. Merkl-Zierer habe ohne Not die Plattform eines fairen Wahlkampfs verlassen und sich zu persönlichen Verunglimpfungen hinreißen lassen, so Leo Schrell. Er werde weiterhin an seinem fairen, sachlichen und inhaltlich klaren Wahlkampfstil festhalten.

(pm)