Ein Wahlausgang, über den sich alle freuen
Von Katharina Gaugenrieder
Dillingen Zufriedene Gesichter auf der Wahlparty im Landratsamt: für die Politiker aller Parteien war der Ausgang der Landratswahl keine Überraschung. „Es ist ein sehr überzeugendes Wahlergebnis für Leo Schrell“, sagte der CSU-Bundestagsabgeordnete Ulrich Lange. „Es zeigt, dass die Bürger mit seiner Arbeit sehr zufrieden sind und ihm auch für die kommenden sechs Jahre vertrauen.

Und ich glaube auch, dass das Ergebnis Zeichen der persönlichen Wertschätzung ist.“ Er freue sich nun auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit, um gemeinsam die Probleme des Landkreises zu meistern. Bedauerlich sei dagegen die geringe Wahlbeteiligung. Lange: „Hier haben alle Parteien eine große gemeinsame Aufgabe, um klar zu machen, was für ein hohes Gut die Wahl in unserer Demokratie ist.“
Wahlbeteiligung war Wermutstropfen
Die niedrige Wahlbeteiligung war auch für Erhard Friegel, Kreisvorsitzender der Freien Wähler, der einzige Wermutstropfen an diesem Abend. „Ich bin insgesamt sehr zufrieden. Dieses Ergebnis hat sich Leo Schrell wirklich verdient“, so Friegel über seinen Kandidaten. Eine Überraschung sei der Wahlausgang für ihn allerdings nicht gewesen. „Wir haben auf den Veranstaltungen immer gutes Feedback gehabt.“ Friegel zeigte sich zuversichtlich für die kommenden sechs Jahre: „Es liegt keine leichte Zeit vor ihm, aber er hat hier ein sehr gutes Wahlergebnis im Rücken, mit dem er weiterarbeiten kann.“
Gerhard Schweiger von den Grünen wertete das Ergebnis von Bettina Merkl-Zierer als Erfolg. „Wir sind sehr zufrieden. Schließlich haben wir ein Ergebnis erreicht, das deutlich über den derzeitigen Umfragewerten der Partei auf Bundesebene liegt.“ Die Kandidatur von Bettina Merkl-Zierer sei eine Bereicherung der demokratischen Kultur gewesen. „Wir wollten eine Wahl und das haben die Bürger honoriert“, sagte Schweiger. Besonders angetan war er vom Ergebnis in Wertingen, wo die Herausforderin 28 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen konnte. „Das ist schon eine tolle Sache.“
Für Dietmar Bulling, Kreisvorsitzender der SPD, ist die Wahl eine Bestätigung für die gute Arbeit von Leo Schrell. „Ich habe das Ergebnis deshalb genau so erwartet. Die Spannung lag da eher in Lauingen.“ Bulling sagte, er freue sich weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit und äußerte sein Bedauern über die geringe Wahlbeteiligung. „Das ist wirklich deprimierend.“
Auch Alfred Schneid, Vizelandrat und Wahlleiter, gratulierte dem wiedergewählten Landrat zum guten Ergebnis. „Frau Merkl-Zierer bekunde ich Respekt für den Mut anzutreten, für den starken Einsatz und die faire Wahlkampfführung.“ Er setze auch in der zukünftigen Zusammenarbeit auf den Vorrang solider Sacharbeit.
Schließlich schaute FDP-Landtagsabgeordneter Prof. Dr. Georg Barfuß nach seinem Besuch auf der Lauinger Wahlparty noch im Landratsamt vorbei. Barfuß zollte besonders der Herausforderin Bettina Merkl-Zierer Respekt. „Aber das Ergebnis war so zu erwarten. Sie hatte von vornherein keine Chance.“ Dennoch sei ihre Kandidatur ein Gewinn für die Demokratie gewesen. Dem alten und neuen Landrat Leo Schrell wünsche er viel Glück.
Dem schloss sich Dillingens Oberbürgermeister und stellvertretender CSU-Kreisvorsitzender Frank Kunz an. „Ich freue mich auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit und spreche Frau Merkl-Zierer meine Anerkennung für den Mut zu kandidieren aus.“
Donau-Zeitung vom 15.03.2010
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